Schon in der Steinzeit wohnten Menschen in der Umgebung von Kallstadt wie entsprechende Ausgrabungsfunde bezeugen. In der Eisenzeit von ca. 400v. Chr. bis zur Zeitenwende fanden bereits die Kelten unsere Umgebung als lebenswert, wie Funde in Bad Dürkheim und Umgebung zeigen. In der Gegend des zur Kallstadter Gemarkung gehörenden Peterskopf (siehe auch Bismarckturm) sind viele keltische Hinterlassenschaften wie der keltische Ringwall, auch Heidenmauer genannt, bei Bad Dürkheim zu finden.

- und dann kamen die Römer -

Kallstadt lag an einer Römerstraße die vom Rheinland bis nach Altenstadt im heutigen Elsass führte. Funde belegen, dass hier in der Umgebung von ca. 79 v.Chr bis ca. 390 n.Chr. Kaufleute , ehemalige Legionäre und wie wäre es anders auch schon Weinbauern residierten. Das beste Beispiel ist das Weingut am Weilberg südlich von Kallstadt, das bereits auf Ungsteiner Gemarkung liegt.

Als eigentliche Keimzelle von Kallstadt wird die Siedlung einer fränkischen Sippe, deren Oberhaupt Chagilo hieß, um ca 500 n. Chr bezeichnet . Eine erste bekannte Urkunde des Klosters Lorsch erwähnt  824 n. Chr.  Cagelenstat an dem heutigen Ort Kallstadt; hier besaßen die Mönche des Klosters Weißenburg mehrere Morgen Weinbergsland bis das Kloster 990/991 von Salierherzog Otto dem Roten enteignet wurde. Damit kamen die Kallstadter Lande in den Besitz des Reiches und waren sodann ein reichsunmittelbares Dorf – also nur dem Kaiser unterstellt - Kallstadt landete dann im Staufischen Reichsgut und bildete damit eines der ersten Lehen des Pfalzgrafen Konrad von Hohenstaufen. Im Jahr 1190 wird das erste mal ein  Adliger (Ritter ) „Henricus von Kagelstadt „ genannt. Im Jahre 1194 erhielt der Ritter Werner II. von Bolanden das Recht den Zehnten (Steuern !!) in Kallstadt zu erheben ; gleichzeitig wurden ihm vom Grafen von Homburg die Vogtei in Pfeffingen übertragen.

Wie auch heute manchmal üblich mussten die Bolander aus Finanzgründen verkaufen, und somit gelangte Kallstadt in den Einflußbereich des Klosters Otterberg (bei Kaiserslautern ). Die Otterberger unterhielten in Kallstadt einen großen Versorgungshof (für ihren Messwein ?? - möglicherweise -). Im Jahre 1275 sind die Grafen von Hohenfels als Besitzer von Kallstadt genannt.
Die Kurfürsten der Pfalz erhielten 1457 wieder Einfluß auf Kallstadt und gaben Kallstadt, Ungstein und Pfeffingen an Emich VIII. von Leiningen zum Lehen, das die Familie der Leininger bis in das Jahr 1794 weiterführte. Wenn man annimmt das die Gegend um Kallstadt in all den Jahren ein ruhiger Flecken Erde war, dann irrt man gewaltig. In der Pfalz und natürlich auch in der Vorderpfalz tobten im Mittelalter mehrere Kriege wie dem bayrischen Erbfolgekrieg 1503 – 1505  - hier wurden die meisten Gemeinden wie Freinsheim, Herxheim mit einer kompletten Mauer eingefriedet - sowie dem pfälzischen Erbfolgekrieg 1688 -1697 in dem auch das mittelalterliche Freinsheim vollständig niedergebrannt wurde.

Seit 1816 gehörte Kallstadt wie die gesamte Pfalz zum Königreich Bayern und blieb daselbst bis 1946. In diesem Jahr wurde das Bundesland Rheinland – Pfalz gegründet.